Astrologie, Seminare, Seminar, Tarot, Tarotseminare, Handleseseminare, Horoskope, Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische, Kinderhoroskop, Kreuzfahrten, Kreuzfahrt, Zukunftshoroskop, Schwarzlichttheater, Nostalgie, Persönlichkeitshoroskop, Geldhoroskop, Partnerschaftshoroskop, Lebensberatung, Lebensberatungen, Wahrsagerbilder, Shop, Kochen, Küche, Tarot, Tarotkarten, Tarot- Das offene Geheimnis, Der Mann hinter dem Spiegel, Geheimnis, Geheimnisse, Zigeunerkarten, Schicksalskarten, Schicksal, Bücher, Buch, Ausstellung, Ausstellungen, El Fantadu, Frauentausch, Ashlati, Ashlati El Fantadu, Bernd Kreuzer, Museum, Kassel, ARD, ZDF, Pro 7, Presse, Zeitung, Zeitungen, Redaktion, Redaktionen, Film, Fernsehen, Talkshow, Gestern, Heute, Morgen, Vergangenheit, Gegenwart, dozent, Zukunft, questico,
Hauptmenü
MEDUSA > Neue Geschichten
Gefährliches Abenteuer
Eine Geschichte nicht nur für Kinder
(Es war leider nur ein Textfragment,
die letzten Kapittel hat freundlicherweise Annegret Schulz ergänzt)
In der Löwensafari ist große Aufregung, denn heute ist wieder ein Löwentransport angekommen. Die Tiere müssen noch ausgeladen und untergebracht werden. Tierpfleger laufen eilig hin und her.
Nach einer erstaunlich kurzen Zeit sind alle Tiere untergebracht bis auf einen großen ausgewachsenen Löwen. Er sitzt noch allein in einen separaten Käfig. Der Direktor der Löwensafari tritt an den Löwenkäfig und besieht sich sachkundig das schöne Tier. Na, was ist denn mit dem da, warum ist er noch nicht ausgeladen?" Eifrig trat der Transportleiter zu ihm und sagt: "es ist so, dieser hier‚" und deutete auf den Löwen, "ist nicht in Ihrer Kaufliste aufgeführt. Er ist sozusagen ein Gast".
"Nanu, wie komme ich denn dazu" fragt er erstaunt. "Entschuldigen sie, Herr Direktor‚ ich muß Ihnen noch einen Brief übergeben, wegen des Löwen." Der Direktor nimmt das Schreiben und liest halblaut vor sich her: ,,Werter Herr Direktor. Sie werden überrascht sein, einen Löwen zu viel erhalten zu haben. Aber ich bitte Sie das Tier aufzunehmen, damit erweisen Sie mir einen persönlichen Gefallen. Tromba kann nicht mehr im Circus auftreten, denn er hat einen Wärter angefallen und ihn schwer verletzt. Ich weiß nicht, wie so was passieren konnte. Im Grunde ist er nicht bösartig, denn seit ich mit ihn aufgetreten bin und das sind viele Jahre her, ist etwas derartiges nicht vorgekommen. Aber so leid es mir tut, ich muß mich von Tromba trennen. Ich hoffe, daß er in Ihrer Safari einen Platz findet, da könnte ich ihn ab und zu besuchen." Der Direktor läßt den Brief sinken, obwohl er ihn noch nicht zu Ende gelesen hat und tritt wieder an den Käfig, um Tromba genau zu betrachten. Das Tier hebt seinen schönen Kopf und mit seinen unschuldigen honiggelben Augen sieht er den Direktor von der Safari an. ,,Na, du Wüstenkönig schau mich nur an," lächelt der Direktor und zu seinen Arbeitern gewandt sagt er "das hier ist ein besonderes Tier und wird allein untergebracht, damit ich ihn besser beobachten kann. Er ist sozusagen ein Zircusstar". Interessiert kommen die Tierpfleger näher. Einer versuchte sogar, Tromba zu locken. "Bitte tun sie das nicht" sagte der Direktor, "wenn er auch ein dressiertes Tier ist, besagt das nicht, daß er zahm ist. Er ist nur hier, weil er einen Wärter angefallen hat und ihn dabei schwer verletzte. So meine Herren, jetzt Beeilung." Dann gab er noch genaue Anweisungen betreffs Trombas Unterbringung.
"Markus, wo bist du denn schon wieder?" "Hier Mutti, in der Küche. Ich hänge nur eben noch mein Hemd auf. Der Lehrer hat heute in der Schule schon so komisch geguckt. Und mich gemustert, weil mein Hemd ein bißchen schmutzig war" ,,Ach das ist auch ein Jammer, daß du so wenig zum anziehen hast. Aber ich sage dir ja immer, daß du deine Schulkleider nach der Schule ausziehen sollst. Wir sind eben arm. Ich kann dir nicht genug kaufen und du wächst so schnell aus allen raus. Das Leben ist so teuer, ja wenn dein Vater noch leben würde, ginge es uns auch besser" seufzte sie. ,,Ich weiß Mutti, aber wir können nichts daran ändern und darum wasche ich auch manchmal meine Sachen selber, damit du wenigstens mit mir nicht mehr soviel Arbeit hast. Es ist genug, wenn du die ganze Woche für andere Leute putzen mußt." "Ach Markus, ich bin so froh, daß du so ein vernünftiger kleiner Junge bist." "Aber Mutti, ich bin doch schon groß und wenn ich erst aus der Schule bin, da arbeite ich für dich und du kannst dich ausruhen." sagte er altklug. Sie betrachtete ihn liebevoll und sagte: "bis dahin fließt noch viel Wasser den Berg runter, jetzt bist du erst mal zehn Jahre." "Aber Mutti, das ändert sich doch mit jeden Tag und du sollst mal sehen, wie schnell ich ganz groß bin. Dann machen wir uns ein schönes Leben und dann kaufe ich dir alles, was du willst" schwärmte er. "So‚ jetzt muß ich aber gehen, Markus, ich habe heute noch viel zu putzen. Aber zum Abendessen bin ich sicher zu Hause. Sei schön brav, " mahnte sie noch. "Ja Mutti, geh nur. Wenn ich meine Schularbeiten gemacht habe, gehe ich noch ein bißchen spazieren. Wir wohnen jetzt schon drei Wochen hier und ich bin noch nicht vor die Türe gekommen." "Ja geh nur, aber paß schön auf dich auf." Markus lief frohen Mutes die Straße entlang. Von Zeit zu Zeit bückt er sich und hob kleine Steinchen auf, um sie gleich wieder in hohen Bogen fortzuwerfen. Es war ihn doch ein wenig einsam. Wo sie früher gewohnt hatten, besaß er genug Freunde. Aber hier konnte er noch keinen Anschluß finden. Markus lief in Richtung Süstersel, vor einem großen Hinweisschild blieb er stehen und las mit lauter Stimme "Löwensafari!" "Was kann das sein?" überlegte er. Vielleicht hat das mit Löwen zu tun, wenn doch nur jemand da wäre, den ich fragen könnte. Sonst muß ich der Sache auch selber auf den Grund gehen, dachte er. Somit setzte er seinen Weg Richtung Löwensafari fort. Er lief immer schneller, er war voller Abenteuerlust. Markus wollte unbedingt wissen, was es mit der Safari auf sich habe. Bis jetzt hatte er noch nichts entdecken können, was für ihn interessant war. Doch halt, warum war der Wald so hoch umzäunt dachte Markus aufgeregt. Er rannte so schnell er konnte hinüber zum Wald. Er musterte den Zaun genau. "Oh weh, da komme ich nicht rüber. Wenn ich doch nur mal durchgucken könnte, da muß doch was sein, was keiner sehen soll. Ich laufe mal den Zaun entlang, vielleicht sehe ich doch eine Stelle, wo ich durchgucken kann. Als er ein Stück weiter gelaufen war, fiel ihm ein großes Schild auf, welches am Zaun befestigt war. Er stellte sich so hin, daß er es gut lesen konnte. Markus bekam vor Aufregung feuchte Hände. Jetzt wußte er, daß er vor der Safari stand und es verboten sei, sich dem Zaun zu nähern. Was sollte er jetzt tun? Soll er wieder nach Hause laufen oder ein Stück weiter gehen? Gar zu gerne hätte er gewusst, was da hinter den Zaun war. Kurz entschlossen ging er weiter und mit Staunen sah er jetzt den Eingang der Löwensafari. Dann sah er das große elektrische Tor. Jedesmal, wenn ein Auto rein fuhr, schloß es sich wieder. Und immer wieder fuhren Autos rein, aber raus kam keines mehr. ‚Ja wo fahren die denn alle hin, überlegte er. 'Da muß doch was sein? Daß man eben mit dem Auto reinfahren kann. Ach jetzt gehe ich erst einmal über den Platz, mal sehen, was es dort alles zu sehen gibt.' Er kam nicht mehr aus dem Staunen heraus. Er wußte nicht, wo er zuerst hinsehen sollte. Plötzlich stieg ihm ein angenehmer Geruch in die Nase. Demselben nachgehend kam er an einen Imbißwagen. Er wußte jetzt, daß es ein Frittengeruch war und ein großer Appetit überkam ihn. Das Wasser lief ihm im Munde zusammen. Ach, wenn ich doch Geld hätte, dachte er traurig. Er schluckte ein par mal und dachte schnell an was anderes, um die Fritten, die er so gerne aß, zu vergessen. Na nu, da ist ja noch so ein großes Tor? Gerade öffnet es sich, und eine Reihe Autos fuhren heraus. Markus trat ganz dicht an das eiserne Tor und guckte hindurch. Was er da sah, verschlug ihm den Atem. 'Das ist ja nicht zu glauben : Elefanten, Kamele und ganz hinten ein Tier mit einem ganz langen Hals. Sowas habe ich noch nie lebend gesehen. Da hinten sind noch mehr Tiere. Ach wenn ich doch nur da rein könnte. Angst hätte ich keine.' Er malte sich aus, wie schön er mit den Tieren spielen könnte. Fritten und Hunger waren vergessen. Ein älterer Mann, welcher das Tor bediente, und den kleinen Markus schon einige Zeit beobachtete, sagte freundlich: "Na Kleiner, das gefällt dir hier wohl. Du magst Tiere wohl auch gerne?" Begeistert sagt Markus: "ich liebe Tiere sehr, ich könnte den ganzen Tag hier sein." So, so schmunzelte der Mann, mein Enkel ist auch so ein Tierfreund. Er möchte am liebsten die Tiere mit nach Hause nehmen. Dabei hat er zu. Hause schon Hunde und Katzen. Hast du auch ein Tier zu Hause?" Traurig schüttelt Markus den Kopf, aber dann gleich mit leuchtenden Augen sagt er eifrig: "wenn ich groß bin, kaufe ich mir ganz viele Tiere." Von diesem Tag an, kam Markus so oft er konnte zur Safari.
Leider aber blieb er immer nur Zaungast. Wo sollte er auch das Geld für eine Eintrittskarte hernehmen. Auch heute schaute er wieder voller Sehnsucht durch das eiserne Tor. Genau so traurig wie Markus war Tromba der Löwe, den Kopf auf seinen Pfoten 1iegend mit sich und der Welt unzufrieden. Selbst das Futter neben ihm nicht zum Fressen reizen. Er hatte einfach keinen Hunger. Was an der schlechten Stimmung schuld war? Keiner wußte es und niemand konnte ahnen, daß Tromba Heimweh hatte. Die Tierwärter hatten schon alles versucht, um ihn aufzuheitern. Sie gaben ihm das beste Stück Fleisch, aber er hatte nur einen verächtlichen Blick für sie. Er versuchte nicht mal, sie zu erschrecken, was er doch früher immer so gerne tat, indem er laut brüllte. Nur einen konnte er nie erschrecken, seinen Herrn, den er kannte. Er pflegte dann immer zu sagen: "Tromba, komm schon her mein Kerlchen, sei ein braver Löwe." Ja, sein Herr fehlte ihm sehr und wie gerne möchte er wieder durch Feuerreifen springen und von einem Pferderücken zum anderen springen. Besonders gefiel es Tromba gut, wenn sein Herr sich auf seinen Rücken setzte und er mit ihm im Kreis herum rannte. Nur an eines dachte Tromba nicht gerne. An den bösen Mann, der ihm immer mit den Fleischhaken gestochen hat. Aber eines Tages, als sein Peiniger ihm zu nah kam, stürtzte er sich auf ihn. Erst als er die Schreie seines Herrn hörte, ließs er von ihm ab. Nein, daran dachte Tromba nicht gerne. Er wußte, das er den Tierquäler nicht anfallen durfte. Nun ist sein Herr mit ihm böse und will nichts mehr von ihm wissen. Aber Tromba hängt mit seinem großen Löwenherz an seinem Herrn. Er kann ihn nicht vergessen. Lauschend hob Tromba seinen Kopf, aber gleich ließ er ihn wieder regenerierend sinken, es war nur ein Tierwärter, der nach ihm sah. Laut gähnend drehte er sich auf die andere Seite und träumte weiter. Plötzlich hörte er abermals ein Geräusch, ganz in seiner Nähe. Brummend richtete er sich auf. Er war sehr ungehalten über die Störung. Plötzlich wittert einen angenehmen Geruch und interessiert richtete sich Tromba vollends auf. Alle Müdigkeit vergessend und neugierig wie Tromba nun mal war, drängte er sich ganz nah an das Gitter. Er riss seine honiggelben Augen ganz weit auf, denn er sah das, was ihm so angenehm in der Nase lag.
Auch heute stand Markus wieder an dem großen eisernen Tor der Löwensafari und sah sehnsüchtig nach den Tieren. Wie gerne möchte er dort mal hinein. Nun mußte Markus ganz auf die Seite treten, denn das große Tor wurde wieder aufgeschoben und eine Reihe Autos kamen und passierten das Tor. Ein Auto saß ganz voll Kinder. Markus konnte sehen, wie fröhlich sie alle waren. 'Die können wohl lachen, sie durften sich alles anschauen, nur ich muss beiseite stehen. Meine ganze Klasse war schon im Löwenpark, nur ich nicht', dachte Markus verbittert. Plötzlich kam ihm eine Idee, ohne weiter zu überlegen führte er sie auch aus. Er wartete, bis wieder eine Autokolonne kam, die den Löwenpark verließ, dann bückte er sich, und schlüpfte blitzschnell durch das Tor. Er versteckte sich hinter einen großen Baum. Mit Herzklopfen stellte er fest, daß er nicht gesehen worden war. Das Tor wurde wieder geschlossen und ein beglückendes Gefühl überkam ihm. Er konnte es fast nicht glauben, daß er jetzt auf der anderen Seite des Tores stand. Nun heißt es noch bis zu den Tieren weiterzukommen Vorsichtig spähte er zurück. Der Torwächter saß nichtsahnend in seinem Unterstand. Daß der kleine Junge plötzlich nicht mehr vor dem Tor stand, beachtete er nicht weiter. Markus wartete, bis erneut Autos kamen die den Löwenpark verließen. Im Schutze der Autos gelang es ihm von einem Baum zum anderen zu schleichen. Ungesehen kam er fast bis zu den Tieren. Dort angekommen suchte er sich ein sicheres Versteck. Er bekämpfte seine Aufregung, indem er sich ruhig verhielt. Von seinem Versteck aus, konnte er schon verschiedene Tiere beobachten. Und das schien ihm heute zu genügen. Nun hieß es wieder vorsichtig zum Ausgang zu gelangen. 'Niemand darf mich entdecken', dachte er. 'Morgen werde ich gleich nach der Schule wieder hierher kommen', überlegte er. 'Schade, daß ich Mutti nichts sagen darf. Sie würde Angst haben und furchtbar böse mit mir sein. Ich muß mein Geheimnis ganz alleine für mich tragen. Wenn ich doch nur einen Freund hätte. Aber ich habe keinen und brauch keinen. Ich werde mich mit den Tieren anfreunden, das ist viel schöner.' Markus lag schon längst im Bett, aber seine Gedanken waren immer noch in der Löwensafari und damit schlief er ein.
Im Schweiß gebadet erwachte er am nächsten Morgen. Verwundert schaute er um sich und stellte fest, daß er in seinem Bett lag. Lauthals rief er: "Mutti, Mutti " "Was ist denn?" kam es von der anderen Seite verschlafen her. "Ach Mutti1 ich hatte einen schönen, aber schlimmen Traum. So hör doch, Mutti" rief er nochmals, als er keine Antwort erhielt. "Na, erzähl schon, du Quälgeist, sonst läßt du mir ja doch keine Ruhe" Gähnend drehte sie sich ergeben zu ihm und hörte lächelnd seine eifrig vorgebrachte Erzählung. ,,Na dann kann ich ja sehr froh sein, daß du dieses Erlebnis mit den Tieren im Löwenpark nur geträumt hast. In Wirklichkeit gibt es so etwas gar nicht.
Die Löwen würden jeden zerreißen, der sich in ihrer Nähe wagt. Aber wenn wir mal wieder etwas mehr Geld haben, dann gehe ich mit dir in die Löwensafari", versprach sie ihm, nicht ahnend, daß Markus schon ein täglicher Besucher in der Safari war. Geschickt hat er auch heute wieder sein Versteck im Löwenpark erreicht. Ihm macht es keine Mühe mehr, das eiserne Tor zu passieren. Bis jetzt hat er es immer noch vermieden, sich den Tieren zu nähern. Aber heute wollte er sich doch die Elefanten, Giraffen, Kamele und alle Tiere, die er sah, etwas näher anschauen. Sein kleines Herz klopfte doch sehr bei dem Gedanken, sich näher mit den Tieren anzufreunden. Immer wieder darauf bedacht, daß ihn niemand von den Wärtern sah, während er sich den Tieren näherte. Mit größter Verwunderung nahm er alles in sich auf.
Ein kleiner Esel fesselte besonders seine Aufmerksamkeit. Er stand so allein in der Ecke, den Kopf mit den langen Ohren hielt er gesenkt Markus trat näher zu ihn, nun sah er, daß er an der Hinterhand eine halbvernarbte Fleischwunde hatte. Voller Mitleid streichelte Markus darüber. Das Eselchen sah zu ihm auf .Plötzlich hob es sein Bein und versetzte Markus einen leichten Schlag. Erschrocken sprang er zurück. Das Eselchen rief mit so einer Lautstärke, als ob es den ganzen Löwenpark zusammen rufen wollte. Markus lief eilends zu seinem Versteck und dachte, so ein dummer Esel, so einen Krach zu machen, wo ich ihn doch nur mal streicheln wollte. Oder schmerzt seine Wunde? Nur gut, daß niemand kam, um nachzusehen, weshalb der kleine Esel so schrie. "Jetzt ist er ja Gott sei dank wieder ruhig. Nanu, jetzt kommt er ja direkt auf mich zu?" In der Tat blieb der kleine Esel kurz vor Markus seinem Versteck stehen und listig versucht er in die Hecke zu gucken. Nun fing er auch wieder an zu schreien. ,,Mach, daß du weiter kommst du Schreihals. Du verrätst ja mein Versteck." Tatsächlich kam ein Tierwärter und gutmütig rief er schon vom Weiten: "Langohr sei endlich still und mach nicht solchen Krach. Ich weiß, du willst deine Wunde wieder behandelt haben. Du kennst deine Zeit auch ohne Uhr. Nun komm schon." Er versuchte ihn am Hals zu fassen, um ihn mit sich zu ziehen. Langohr aber schien diese Einladung nicht zuzusagen. Er drehte sich kurz um und schlug mit den zwei Hinterbeinen auf einmal aus. Lachend sprang der Tierpfleger zurück. Du kleiner Übermut, man merkt, daß du wieder gesund wirst. Komm schon, deine Wunde muß trotzdem noch behandelt werden. Der Doktor wartet schon auf dich. Sei schön brav, dann bekommst du auch wieder eine Belohnung." Als ob Langohr seine Worte verstanden hatte, ließ er sich willig fortführen. Markus war ins Schwitzen gekommen, er glaubte sich schon entdeckt. Er war heilfroh, daß es noch einmal gut gegangen war.
"So ein dummer Esel, er hätte mich doch mit seiner Schreierei bald verraten." Als Langohr mit seinem Pfleger in Richtung Stall verschwunden war, wagte sich Markus wieder aus seinem Versteck. Er mischte sich unter die anderen Safaribesucher, die eifrig Filmaufnahmen von den Tieren machten. Für den kleinen Markus war das hier eine Wunderwelt. Er konnte alle Tiere von ganz nah betrachten. Manche Tiere ließen sich sogar anfassen. Die Kamele, ja, die waren seltsam anzusehen, die Höcker, die sie auf den Rücken hatten, die hätte Markus ja so gerne genau untersucht. Doch an die Kamele traute er sich nicht so recht heran. Plötzlich bekam er von hinten einen kleinen Stoß. Erschrocken drehte er sich um, aber gleich flog ein Lächeln über sein Gesicht, denn, der ihn gestoßen hatte, war der kleine Esel. Langohr zog seine Oberlippen hoch, so daß man seine Zähne zu sehen warene. Er machte einen Eindruck als ob er lachte. Aber seltsamer Weise schien Markus dieses stumme Lachen zu verstehen.
Er legte ohne Scheu seine Arme um Langohrs Hals und sagte: "Ich habe gehört, daß du Langohr heißt. Das ist aber ein schöner Name, so richtig für einen so kleinen frechen Esel, wie du es bist. Wieso hast du mich unter den vielen Menschen so schnell wieder finden können, wo du. mich doch kaum kennst". Langohr drehte seine langen Ohren nach allen Seiten und geschickt befreite er sich von Markus' Armen. Dann drehte er sich so zur Seite, daß Markus seine Wunde sehen konnte. Als wenn er sagen wollte: ,,der Doktor hat seine Sache gut gemacht." Markus trat ganz nah an den kleinen Esel, aber doch mit einer gewissen Vorsicht, denn er hatte den Tritt von vorhin noch nicht vergessen. Eingehend betrachtete er die gut behandelte Wunde, aber sie noch einmal zu streicheln wagte er sich nicht. So harmlos wie Langohr auch da stand, machte er mit seinen angelegten Ohren doch einen wachsamen Eindruck. Eine Dame mit einem kleinen Mädchen an der Hand kam näher und Markus hörte sagen: ,,Ach Mama sieh doch den kleinen Esel. So einen wünsche ich mir zu Weihnachten. Bitte, bitte, den mußt du mir kaufen. Wir haben doch genug Platz, wo er schlafen kann. Auf unseren großen Rasen können wir schön spielen. Bestimmt würde sich Senta auch freuen." "Sei nicht albern, mit einen Esel kann man nicht spielen" wurde sie zurechtgewiesen. Trotzig erwiderte sie: "ich kann wohl mit einen Esel spielen. Sieh nur, wie lieb er zu uns herüber schaut. Bitte mach doch schnell eine Aufnahme von ihm." "Sei doch endlich still, von dem häßlichen Esel mache ich kein Foto. Komm, wir gehen zu den Elefanten rüber" sagte sie bestimmt, indem sie die Kleine mit sich fort zog. Empört sah Markus der Dame nach, die so häßlich von Langohr sprach. Das nette kleine Mädchen, wie traurig es aussah. Langohr konnte die Mißachtung ihm gegenüber nicht verstehen, deswegen war es nicht ver-wunderlich, daß er in großen Zickzack-sprüngen der Dame nachlief. Er ließ sich gerne fotografieren, da er aus Erfahrung wusste, daß er eine Belohnung erhielt, wenn er schön still stand. Langohr wurde von den Safaribesuchern sehr verwöhnt. Die feine Dame stellte gerade ihren Fotoapparat ein, um eine Aufnahme von den Elefanten zu machen. Mit einem spitzen Aufschrei sprang sie zurück. Langohr stand plötzlich dicht vor ihr, in Erwartung, daß von ihm ein Foto gemacht werden würde. Erschrocken wich das Eselchen zur Seite, um den Schlag mit der Handtasche zu entgehen. "Du böses aufdringliches Vieh, mach daß du wegkommst", rief die Dante empört.
Langohr drehte sich um und laut i. a. rufend, lief er davon. "Ach Mama, jetzt ist das Eselchen sicher böse mit uns", weinte das kleine Mädchen. Ein Tierwärter trat zu der Dame und höflich sagte er: "Entschuldigung, ich sah gerade, daß unser kleiner Esel sie belästigte. Bitte haben sie Nachsicht mit ihm, er ist ein kleiner Schelm und natürlich total verwöhnt. Manieren kann man ihm überhaupt nicht beibringen." Herablassend sah die Frau den Mann an, kurz erwiderte sie "es ist schon gut und außerdem ist es uninteressant, über Eselmanieren zu diskutieren." Betreten entfernte sich der Tierpfleger wieder. Er hatte gesehen, daß die Dame nach Langohr schlug und er wußte auch, daß der Esel manchmal sehr aufdringlich wurde, besonders wenn er Kinder sah. Bei ihnen hielt er sich am liebsten auf. Das schöne kleine Mädchen hatte es ihm angetan. Wo ist er denn jetzt wieder hingelaufen? Ewig stellt er etwas anderes an und er dachte daran, wie der kleine Esel Langohr sich an einem Eisen eine Wunde beigebracht hatte, an dem man sich normalerweise nicht verletzen konnte. Markus war unterdessen bei der Giraffe. Diese stand stolz und unbewegt, ein kleines Köpfchen auf dem langen Hals, und sah über die Menschen hinweg, als gingen sie diese gar nichts an. "Hallo, Giraffe komm doch mal mit deinem Kopf herunter," rief Markus halblaut. Aber die Angerufene störte sich nicht an den kleinen Jungen. Vielleicht waren ihre Gedanken bei ihren Artgenossen, oder sie sah irgendetwas anderes, was sie interessierte. Plötzlich beugte sie sich hernieder und sah Markus an. Aber bevor der nach ihrem Kopf fassen konnte, stand der Hals den Giraffen schon wieder kerzengerade und sah von oben herunter. "Ach, mit dir ist nichts anzufangen", brummte Markus. "Ich komme wieder vorbei, vielleicht hast du dann bessere Laune." Dann blickte Markus suchend um sich, aber Langohr konnte er nirgends entdecken. Es waren viele Besucher da, die ihm die Aussicht versperrten. So schlenderte er weiter mal hier und mal dort hin blickend. Es gab viel Interessantes zu sehen. Er besichtigte eingehend die Stallungen der Tiere, natürlich nur von außen, denn für Fremde war der Eintritt streng untersagt. An der einen Seite des Stalles, sah er große komische Vögel. So etwas hatte er noch nicht gesehen. Er wußte nicht, daß es sich um Straußen handelte, die auch in der Löwensafari eine Heimat gefunden hatten. Er sah verschiedene Tiere in der Safari, die er nicht kannte und er hatte auch niemanden den er danach fragen konnte. So mußte er sich mit dem zufrieden geben, was er verstand. Er streifte in den äußersten Ecken umher, aber auf einmal blieb er wie erstarrt stehen, denn was sich seinen Blick bot, erschütterte den kleinen Jungen aufs äußerste. Erregt schrie er: "um Gottes Willen, was ist denn mit dir passiert?" Der kleine Esel stand zitternd da, denn eine Astspitze hatte sich unerklärlicher Weise tief in seine vorhandene Wunde eingebohrt. Der Kleine konnte nicht mehr vor noch zurück. Verzweifelt stand Markus dabei, krampfhaft überlegte er, was zu tun sei. Er streichelte noch einmal das vor Schmerz schnaufende Tier, dann eilte er so schnell er konnte, um einen Tierwärter zu suchen. Er hatte gleich Glück, den Mann zu finden, welcher schon nach Langohr Ausschau hielt. Verwundert sah der Tierwärter den Jungen an, er ihn aufgeregt am Arm zerrte. "Bitte so kommen Sie doch schnell, sonst muß Langohr sterben," sagte er weinend. "Nun mal langsam, was ist eigentlich los? Warum muß Langohr sterben", fragte der Tierwärter. Er konnte sich nicht vorstellen, was mit dem Esel sein sollte. "Bitte kommen Sie doch schnell, Langohr ist ganz da hinten und kann sich nicht bewegen, weil ein Ast in seiner Wunde steckt." "Was sagst du, Kleiner'" rief der Wärter aufgeregt, "komm zeig mir schnell den Weg." Er nahm Markus an die Hand und rannte davon. Der Esel stand noch so, wie Markus ihn verlassen hatte. Als der Tierwärter die aufgebrochene Wunde, in der die Astspitze steckte sah, schlug er die Hände über den Kopf zusammen und rief: "bei allen Geistern, wie hast du denn das wieder geschafft" und zu Markus gewandt, "schnell Junge, lauf zum Stall, der Tierarzt ist gerade dort. Er soll sofort herkommen, es ist größte Eile geboten." Der Wärter sah, daß Langohr immer mehr zu zittern anfing. Er sprach beruhigend auf ihn ein. "Halte nur noch ein bißchen aus, der Doktor wird gleich hier sein. Sei tapfer, mein Kerlchen." Mit eiligen Schritten kam der Arzt mit zwei Helfern. In wenigen Augenblicken hatte er die Wunde freigelegt. Markus, der stil1 dabei gestanden hatte, sah mit Herzklopfen zu. Nun hörte er den Arzt sagen, "es sieht schlimm aus, ich muß ihn operieren. Bringt ihn vorsichtig weg. Die Meldung bei den Direktoren mache ich selbst".
Der Tierarzt saß im Büro der Safari zwei Direktoren gegenüber. Die Herren hörten wortlos zu. "Wenn der kleine Junge den Esel nicht entdeckt hätte, wäre es noch schlimmer ausgefallen," schloß er seinen Bericht. Das ist ja nicht zu fassen," erregte sich einer der Herren. Man glaubte alle Sicherheitsmaßnahmen getroffen zu haben. Nun passierte schon zweite Mal ein Malheur mit dem kleinen Esel. "Meine Herren", entgegnete der Tierarzt "es ist kein Grund zur Aufregung. Es ist ja noch einmal gutgegangen. Natürlich ist für die Sicherheit der Tiere im Park vorbildlich gesorgt, aber solche Unfälle lassen sich nun mal nicht vermeiden. Außerdem was unseren kleinen Langohr anbetrifft, er ist das reinste Quecksilber, ein wilder kleiner Eseljunge." "Ach ja, der Junge", wurde er unterbrochen", er bekommt eine Belohnung, oder was meinen sie Herr Althoff?" "Selbstverständlich, Herr Rosenberg, so was muß belohnt werden. Es freut mich besonders, wenn Kinder unseren Park besuchen und so aufmerksam sind." Nun zum Tierarzt gewandt: "Wissen sie den Namen des Jungen"? Bedauernd schüttelt der Arzt den Kopf. "Leider weiß niemand wie der Junge heißt und in der Aufregung hat auch niemand auf ihn geachtet."
Markus hatte schnell das Safariland wieder verlassen, bevor ihn jemand nach seinem Namen fragen konnte. Als er zu Hause war ging ihm der kleine Esel Langohr nicht mehr aus dem Sinn. Auch am nächsten Tag in der Schule mußte er immer an Langohr denken, wie es ihm wohl ging? Am nächsten Tag ging er dann nach den Hausaufgaben wie gewohnt zum Safariland. Heute wollte er sich jedoch nicht hineinschleichen, denn nun kannten ihn der Tierpfleger und auch der Tierarzt. Aber wie er so vor dem Eisentor stand und die ersten Autos hinausfuhren. war die Sorge um den kleinen Esel größer als die Angst, erkannt zu werden. Er schlich sich auf seine gewohnte Weise wieder in den Park bis zu den Tieren. Hier hielt er Ausschau nach Langohr, konnte ihn aber nirgendwo entdecken. Als er dann den Tierpfleger entdeckte, nahm er allen Mut zusammen. ging zu ihm und erkundigte sich nach Langohr. Der Tierpfleger war hoch erfreut, Markus zu sehen und erzählte ihm, daß es Langohr schon etwas besser ging. Alle seien sehr froh, daß er Langohr entdeckt und Hilfe geholt hatte. Dann nahm er Markus mit in den Stall zu Langohr. Im Stall drehte Langohr seinen Kopf langsam um, als er jemanden reinkommen hörte. Als er dann Markus erblickte, begannen seine Augen zu leuchten, als wollte er danke sagen. Er ließ sich bereitwillig von Markus streicheln. Als Markus liebevoll Langohr streichelte, kam der Tierarzt herein, der nach seinem Patienten sehen wollte. "Das ist aber schön, dich hier zu sehen", sagte er zu Markus und begrüßte ihn freundlich. ..Wir haben schon nach dir Ausschau gehalten, du sollst zum Direktor kommen, er will dich für deine Tat belohnen." Dann gingen der Tierarzt und Markus zum Direktor. Markus war es etwas mulmig. Sicherlich würde er nach seinem Namen gefragt werden und alles käme heraus. Aber nun war es sowieso zu spät und er wollte die Wahrheit sagen, auch wenn man ihn bestrafen würde.
Als Markus dann mit dem Tierarzt beim Direktor war, fragte ihn dieser zuerst nach seinem Namen. Markus sagte ihm seinen Namen. Als er dann weiter gefragt wurde, wo seine Eltern seien und wo er wohne, beichtete er stotternd, daß er sich immer in den Park eingeschlichen habe, daß er keinen Vater mehr habe und er niemanden hatte, um den Eintritt zu bezahlen. Nachdem Markus mit seiner Erzählung geendet hatte, schauten sich der Direktor und der Tierarzt schweigend an. Nach einer Weile begann der Direktor: "Markus, dafür daß du heimlich in den Tierpark geschlichen bist, müßte ich dich bestrafen." Markus senkte seinen Kopf. "Aber," fuhr er fort, "durch deine Hilfe lebt unser lieber kleiner Esel Langohr und dafür gehörst du belohnt. Ich glaube, ich spreche auch im Namen von unserem lieben Doktor, daß du dich von heute an nicht mehr in unseren Park schleichen solltest, sondern wann immer du Zeit hast, frei in unseren Park kommen kannst. Mit deinem wachen Blick kannst du vielleicht weiteres Unheil verhindern. Außerdem suchen wir immer gute Tierpfleger. da ist sicherlich etwas für dich zu tun und so bist du bei deinen geliebten Tieren." Markus strahlte, er konnte es gar nicht glauben, er mußte sich selbst in den Arm kneifen um zu merken, daß er nicht träumte. Immer freien Eintritt, wann immer er wollte, zu seinen geliebten Tieren. das war sooo schön. Fröhlich singend ging er nach Hause, so glücklich war er noch nie gewesen.
Am Abend begann er seiner Mutter von seinem Abenteuer zu erzählen. Die Mutter schaute Markus ungläubig an. Was ihr Sohn da erzählte, war ja kaum zu glauben. Nun konnte Markus immer ganz offen von seinen Erlebnissen im Safariland erzählen, er hatte keine Geheimnisse mehr vor seiner Mutter. Markus war es ganz leicht ums Herz. Am nächsten Tag ging er nach der Schule wieder zu dem eisernen Tor. Der Wärter kam auf Markus zu und zeigte ihm eine andere Tür: "Durch dieses Tor sollten wirklich nur Autos fahren, doch ab heute kannst du die Tür benutzten. Alle Angestellten gehen durch diese Tür in den Tierpark." Der Wärter an der anderen Tür hatte schon von Marcus gehört und ließ ihn passieren.
Markus ging als erstes zu Langohr, dort traf er auch den Pfleger. Der Pfleger stellte sich als Klaus vor. Langohr ging es schon viel besser, er wurde schon unruhig und wollte gerne wieder nach draußen, aber der Tierarzt hatte gesagt, er müsse noch einen Tag im Stall bleiben. Nachdem Markus ausgiebig Langohr begrüßt und liebevoll gestreichelt hatte, bot Klaus an, ihm den ganzen Park mit allen Tieren zu zeigen. Markus war begeistert. Als Klaus mit Markus zu Tromba kam, blieb Markus vor dem Käfig stehen. Er schaute in die weit aufgerissenen, honig-gelben Augen des Löwen. Seine Nase bewegte sich, als würde er etwas bekanntes riechen. Tromba stand auf und ging Richtung Markus. Klaus packte Markus am Ärmel, um ihn von den Gitterstäben wegzuziehen. Aber Markus blieb stehen. Er hatte keine Angst und das schien Tromba zu wittern. Bisher hatten alle Angst vor ihm gehabt. Bei Markus witterte er Zuneigung wie bei seinem früheren Herrn. Vielleicht hatte er hier einen neuen Herrn gefunden, der ihn auch wirklich liebte. Auch Markus spürte ganz viel Zuneigung zu dem wunderschönen Löwen. Selbst als Klaus Markus erzählte, daß Tromba einen Tierpfleger angefallen und schwer verletzt hatte, löste das bei Markus keine Angst aus. Klaus mußte weitergehen, denn die Tiere die er zu betreuen hatte, warteten auf ihn. Markus blieb noch lange vor dem Käfig bei Tromba, sie verstanden sieh ohne Worte. Am Abend erzählte Markus seiner Mutter von den Erlebnissen des Tages. Als er von Tromba erzählte, bekam seine Mutter Angst und bat Markus, ganz vorsichtig zu sein. Markus versprach es ihr.
Am nächsten Tag durfte Langohr aus dem Stall. Als Langohr Markus erblickte, lief er sofort zu ihm und wich nicht mehr von seiner Seite. Klaus lachte, als er das sah und sagte: "Um Langohr brauche ich mich von nun an wohl nicht mehr zu kümmern, er ist bei dir ja in den besten Händen."
Als Markus zu Tromba ging, kam Langohr auch mit. Er blieb wie Markus vor dem Käfig stehen und schaute sich den Löwen an. Als Tromba Markus sah, kam er wieder an die Gitterstäbe. Langohr schien auch keine Angst vor dem Löwen zu haben. So kam es, daß Markus jeden Tag mit Langohr zu Tromba ging, dort standen sie dann vor dem Käfig und unterhielten sich ohne Worte. Der Pfleger von Tromba hatte inzwischen auch seine Angst vor Tromba verloren und gemerkt, daß er wirklich ein sehr braver Löwe war. Nachdem der Pfleger einige Wochen Markus und Langohr jeden Tag vor dem Käfig beobachtet hatte und merkte, daß sie wirklich gute Freude geworden waren, nahm er Markus einmal mit in den Käfig. Markus war außer sich vor Freude. Tromba kam auf Markus zugelaufen und schaute ihn geradezu verständnisvoll mit seinen honiggelben Augen an. Er ließ sich von Markus sein Fell kraulen und schmiegte sich an ihn. Langohr stand noch immer vor den Gitterstäben und versuchte durch die Stäbe auch in den Käfig zu gelangen. Tromba war durch den Zirkus Pferde gewohnt und so holte der Tierpfleger auch noch Langohr dazu.
Die Drei hatten sich gesucht und gefunden. Markus vermißte keine Freunde mehr. Hier in der Löwensafari hatte er die besten Freunde, die er sich nur wünschen konnte. Markus, Tromba und Langohr wurden bald die Publikumslieblinge.